Badminton: Der Tabellenführer zeigt Nerven….

14.02.2012 09:45 von Michael Gutendorf

Der BT-Pirmasens-2 konnte in seiner stärksten Besetzung antreten. Beim VFR war Thomas Weiß von einer Erkältung geschwächt und Werner Hinkelmann konnte aufgrund einer noch nicht ganz abgeheilten Achillessehnenreizung vorerst noch kein Einzelspiel riskieren. Also musste der VFR-Baumholder-1 eigentlich schon ein kleines Wunder vollbringen. Beiden Mannschaften war die Wichtigkeit dieses Spieles bewusst, wobei der BT-Pirmasens-2 schon eher nervös schien.

So begann das Match wie üblich mit den drei Doppeln. Das erste Herrendoppel mit Thomas Weiß und Gerhard Bell erkämpfte sich im ersten Satz schon 17 Punkte, konnte aber dann die entscheidenden Treffer nicht landen. So ging der erste Satz schon knapp an Pirmasens. Der zweite dann leider auch.

Das zweite Doppel mit Werner Hinkelmann und Markus Stanek hatte gegen die technisch überlegenen Spieler des BT-Pirmasens kaum eine Chance und verlor in zwei Sätzen. Mit dem Gewinn des Damendoppels von Sabrina König und Christine Hinkelmann in zwei Sätzen kam wieder echte Spannung in die
Halle. Es stand nach drei Spielen knapp 2:1 für Pirmasens.

Es kamen nun die Einzelspiele. Sabrina König konnte ihr Spiel trotz der großen Bedeutung in gewohntem sicheren, technisch ausgereiften Spiel gewinnen und konnte die Begegnung mit 2:2 ausgleichen.

Thomas Weiß musste im 1. Herreneinzel gegen den sehr starken 1. Herrn des BT-Pirmasens antreten. Trotz Erkältung kämpfte Thomas Weiß und verblüffte seinen Gegner mit gekonntem Spiel am Netz und einigen unvermuteten Tricks.
Sein Gegner zeigte daraufhin auch Schwächen und Respekt. Der erste Satz ging in die Verlängerung. Normalerweise endet ein Satz wenn ein Spieler 21 Punkte erreicht hat, aber nur wenn 2 Punkte Differenz bestehen. Ansonsten wird
verlängert bis es zwei Punkte Unterschied gibt, oder wer dann letztlich zuerst 30 Punkte erreicht hat.

Thomas Weiß zwang seinen Gegenspieler bis zum Punktestand von 29:27 in die Verlängerung und hat demnach nur denkbar knapp den ersten Satz abgeben müssen. Im zweiten Satz konnte Weiß dann erkältungsbedingt letztlich nicht
mehr dagegen halten.

Auch in dem Parallelspiel kämpfte Gerhard Bell im 2. Herreneinzel und erzwang eine Verlängerung. Auch hier war das Glück dann aber auf der Seite von Pirmasens, so dass der erste Satz mit 24:22 knapp verloren ging. Bei solch gleichwertigen Spielern entscheidet dann oftmals nur das Glück. Im zweiten Satz siegte dann leider auch wieder Pirmasens.

Im dritten Herreneinzel musste Markus Stanek anstelle von Werner Hinkelmann antreten und hatte einen erwartet starken jungen Gegenspieler vor sich. Trotzdem kämpfte Stanek und hatte durchaus Chancen. Leider reichte es auch
hier nicht zum Sieg.

Im Mixed standen dann Christine und Werner Hinkelmann einem erfahren Gegner gegenüber, der kaum Chancen zugelassen hat. Das Ehepaar Hinkelmann kämpfte und hielt noch eine zeitlang dagegen, musste sich aber dann doch in zwei Sätzen geschlagen geben.

Die knapp verlorenen ersten Sätze in den Herreneinzeln sind oftmals letztlich entscheident. Wären hier beide Sätze an den VFR gegangen, hätte sich der Spielverlauf völlig anders gestalten können. Dies zeigt, dass es eigentlich trotz der klaren Niederlage von 6:2 doch letztlich ein knappes Ergebnis war. Zumindest ein Unentschieden war durchaus drin.

Der VFR-Baumholder-1 steht aber nun weiterhin unangefochten auf dem zweiten Tabellenplatz und kann aber die Meisterschaft leider selbst nicht mehr entscheiden. Jetzt müsste Pirmasens schon gegen andere Gegner patzen. Es
stehen noch einige Spiele aus und der VFR-Baumholder-1 will die restlichen Spiele auf jeden Fall gewinnen.

Die Stimmung der Mannschaft ist trotz der Niederlage in Pirmasens sehr gut. Auch halten 1. und 2. Mannschaft des VFR-Baumholder weiterhin zusammen. Dies zeigte sich nicht zuletzt darin, dass die 1. Mannschaft des VFR nach dem Spiel in Pirmasens direkt nach Hornbach reiste, um dort die 2. Mannschaft beim Spiel gegen den TTV-Hornbach zu unterstützen.

VFR-Baumholder-2 erreichte dort ein Unentschieden mit 4.4 gegen Hornbach.

Zurück